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Eine zentrale Spanneinheit und einfache Programmierung sollen die Nacharbeit erleichtern. - © KUKA
27.10.2021

Roboter als Gussputzer

Die cell4_premachinig von KUKA, Augsburg, soll es Gießereien jeder Größe ermöglichen, von der Automatisierung zu profitieren. Die Zelle ist individualisierbar, wobei Roboter, Positionierer und Motorspindel perfekt zusammenarbeiten und so körperliche Schwerstarbeit beim Entgraten, Sägen, Fräsen oder Schleifen reduzieren.

Eine Fertigungszelle, viele Möglichkeiten: sie bearbeitet bis zu 600 kg schwere Bauteile – egal ob aus Aluminium, Gusseisen oder Stahl. Als Entgrat-, Fräs- oder Schleifzelle verspricht sie maximale Flexibilität. Mobil ist sie auch dank ihres staplerfähigen Grundrahmens. „Die KUKA cell4_premachining kann die Zykluszeiten um bis zu 50 % reduzieren und spart bis zu 75 % an Kosten für Werkzeuge ein“, so Steffen Jacobi, Produktmanager bei KUKA. „Denn durch einen Wechsler tauscht und nutzt die Zelle verschiedene Werkzeuge vollautomatisch.“ In nur einer Aufspannung können bis zu 13 Werkzeuge entgraten, bohren, Brandrisse verschleifen oder Speiser abtrennen. Der Vorteil: kurze Transportwege bei hoher Flexibilität. Zusätzliche Bearbeitungsstationen können entfallen.

Die Werkzeugverwaltung ist mehrfach sicherheits- und sensorüberwacht, um Gefahren für Mensch und Maschine einzudämmen. Außerdem merkt der Roboter, wenn das Werkzeug stumpf wird: Indem der KR Quantec nano die Drehzahländerungen erfasst, kann er die Vorschubgeschwindigkeit anpassen. So wird laut Anbieter bei Bedarf bis zum letzten Schleifkorn geschliffen. Zudem putzt der Roboter unterschiedliche Bauteile in minimaler Rüstzeit, hat eine steife Kinematik und misst zusätzlich Vibrationen, sodass er gegensteuern kann, bevor das System in einen kritischen Bereich für das Werkzeug kommt. Einen weiteren Vorteil stellt nach Unternehmensangaben die zentrale Spanneinheit dar. Die Bauteile werden durch den 3-Achs-Positionierer optimal zum Bearbeitungswerkzeug ausgerichtet – ohne störende Spannarme oder Klammern, die den Roboter behindern.

Weitere Vorteile für Gießereien sieht Steff en Jacobi in der einfachen Programmierung: „Durch das drahtlose Steuerungspaket KUKA.Handguiding mit ready2_pilot lassen sich Roboter spielerisch leicht anlernen und steuern. Selbst Ungeübte können in wenigen Minuten ohne Programmierkenntnisse loslegen und einfache Bahnen teachen.“ In Kombination mit der Simulationssoftware KUKA.Sim sollen Unternehmen von einem Rundum-Sorglospaket profitieren, das ihnen Planungssicherheit und Effizienz bietet und Mitarbeiter bestmöglich entlasten soll.

www.kuka.com

Schlagworte

AluminiumFertigungGusseisenSimulationSoftware

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